Ausflug mit den Oldies

Tach,

endlich gibt es wieder mal etwas Sinnvolles zu berichten. Am Wochenende haben mich meine Eltern besucht und wir sind zusammen ein wenig durch Irland gezogen. Die Beiden hatten sich schon am Flughafen einen Mietwagen besorgt, so dass wir entsprechend mobil waren.

Am Freitag Morgen sind wir von Limerick aufgebrochen mit dem Tagesziel Galway. Auf direktem Wege sind das nur reichlich 100km, die mal locker in 1 1/2h Fahrtzeit schaffen könnte, aber wir wollten ja auch was von von Irland sehen. So haben wir uns entschieden die Küstenstraße im Westen zu nehmen. So konnten wir bald frische Seeluft schnuppern und die berühmten “Cliffs of Moher” waren auch nicht mehr weit. Nach den Cliffs sind wir dann noch mehr oder weniger zufällig durch “The Burren” gefahren, was eine einzigartige, eiszeitliche Kalksteinlandschaft ist. Fotos gibt es hier.

In Galway angekommen, sind wir ins bereits gebuchte B&B eingecheckt und anschließend in die City gegangen um Hunger und Durst zu stillen. Nach leckeren Fish & Chips bei McDonaghs haben wir dann auch recht schnell ein beschauliches, kleines Pub gefunden wo das Guinness wirklich lecker schmeckte.

Am Samstag sind wir dann morgens in Richtung Clifden aufgebrochen. Aber auch hier war eher der Weg das Ziel und wir konnten eine sehr rauhe und urtümliche Landschaft mit beschaulichen Seen und Bergen (ja, auch die gibts in Irland) bewundern. Bevor ich mir allerdings die Finger wund schreibe, lasse ich lieber die Bilder sprechen.

Nach einem weiteren gemütlichen Abend in Galwas ging es dann am Sonntag wieder nach Limerick. Alles in Allem ein sehr schönes, erlebnisreiches Wochenende.

Somit ist dann auch die letzte Etappe meines Praktikums hier eingeleitet…in 4 Wochen kann ich wieder deutsches Bier auf deutschem Boden genießen. Ich freu mich drauf.

Grüße
Oli


Rugby

Moin,

…und wieder ist eine Woche vorbei. 13 bleiben noch…ja, richtig: nur noch 13 Wochen bis Weihnachten.

Auf Arbeit war es recht gemütlich, da mein Chef die ganze Woche auf einer wichtigen Konferenz war um potentielle Kundschaft zu bezirzen. Ich habe weiter an der Seite gearbeitet und vieles optimiert, nebenbei konnte ich noch in einigen kleineren IT-Support-Aufgaben glänzen und ein paar meiner Kollegen beeindrucken.

Zu Hause ist es, dank Suano (keine Ahnung ob das so richtig geschrieben ist) sehr unterhaltsam, da er wirklich jeden und, was noch viel wichtiger ist, jedE kennt. Gerade haben wir Rugby geschaut (gerade ist World Cup)…Frankreich gegen Irland. War sehr unterhaltsam, auch wenn ich regeltechnisch überhaupt nicht durchblicke. Ich habe mir fest vorgenommen mich dahingehend demnächst ein wenig zu belesen. Irland hat derbe auf die Mütze bekommen und Remi (mein franz. Mitbewohner) freut sich schon sehr auf Montag, wenn er das seinem Professor unter die Nase reiben kann.

Mein absoluter Lieblingsspieler: Sebastien Chabal (Frankreich)

Spitzname: “The animal”

So long…noch 1 1/2 Wochen bis zum komatösen Wochenende in Dublin, ich kanns kaum erwarten.

Bis die Tage
Oli


WG komplett…

Moin,

gestern ist unser dritter Mitbewohner angekommen…netter Kerl. Lebt seit einigen Jahren in Irland, kommt aber ursprünglich aus Nigeria. Er studiert Informatik am L.I.T und spezialisiert sich auch in Richtung Webentwicklung…es ist also genügend Potential zum quatschen vorhanden. Gestern saßen wir bis 4 Uhr in der Küche und haben uns gut unterhalten…war lustig.

Ansonsten ist hier am Wochenende im Village wieder Ruhe eingekehrt, da die meisten nach Hause gefahren sind. Nachdem es hier unter der Woche zuging, wie im Punta Arabi auf Ibiza war es also recht relaxt.

Im Job läuft weiterhin alles super. Nachdem ich Donnerstag und Freitag bis 21 Uhr geackert hab (hier möchte ich nochmal anmerken, dass mein Praktikum unbezahlt ist) konnte Freitag abend dann auch die Webseite online gehen (ARV Excellence). Zunächst haben wir noch ein parr Funktionen (Bestellformular, Login) rausgenommen, weil mir da noch einiges an Zuarbeit fehlte. Im Laufe der nächsten Woche werde ich noch ein wenig an der Seite feilen (Code-Validierung, Suchmaschinenoptimierung, Backend, Frontend erweitern). Nach wie vor ist also alles cool und der Job macht wirklich Spaß. Meine Chefs scheinen auch recht zufrieden mit meiner Arbeit zu sein, ich konnte sogar ein “Excellent” vom Oberchef einheimsen.

So long…die Zeit geht wirklich rasend schnell rum.

Bis die Tage
Oli


es lebt!

Bonjour,

nachdem ja bereits am Freitag einer meiner Mitbewohner eingetroffen ist, war das vergangene Wochenende nicht ganz so eintönig wie die letzten. Wir haben zusammen bissl Rugby geschaut und nen paar Bierchen gabs auch. Als Deutscher hat man ja mit Rugby nicht sooo viel am Hut, weshalb mein Wissen um dieses Spiel doch sehr begrenzt ist. Nun läuft da gerade die WM und keiner redet von was anderem. Im Vergleich zu Rugby (und Hurling) ist Fußball hier in Irland (zumindest in Limerick) der absolute Außenseiter. Nun…ich versuche mich im Zuge der kulturellen Verständigung in die doch recht komplexen Spielregeln einzuarbeiten.

Ansonsten hat sich dann am Sonntag das Village ganz gut gefüllt und nun ist hier auch richtig was los. Der Frauenanteil ist äußerst zufriedenstellend und es herrscht irgendwie ne gute Stimmung…zumindest fühl ich mich wohl. Nun gilt es nur noch nen paar Kontakte zu knüpfen und der Party-Zug kommt ins Rollen.

Vorerst wars das für heute…

Bis bald
Oli


Preise in Irland

Irland ist kein billiges Land! Das sollte jedem klar sein, der dort eine längere verbringen möchte. Es gibt allerdings schon ein paar kleine Tipps und Tricks, wie man die alltäglichen Kosten für Lebensmittel etc. ungefähr auf ein deutsches Niveau bringen kann.

Lebensmittel und Dinge des alltäglichen Bedarfs


Auf den ersten Blick ist alles SEHR teuer, doch wenn man sich etwas Zeit nimmt findet man auch gute Angebote, die teilweise um ein Vielfaches günstiger sind als in Deutschland. Unbedingt vermeiden sollte man die Off-Licence-Shop`s, die sind zwar weit verbreitet und haben immer offen, aber natürlich auch entsprechende Preise. Ich würde sie mit den Tankstellen in Deutschland vergleichen…und wer macht dort schon seinen Wocheneinkauf für Lebensmittel.

Für größere Einkäufe würde ich Supermärkte empfehlen (Dunnes Store, Tesco, ALDI, LIDL…). Auch wenn diese nicht ganz so weit verbreitet sind, lohnt sich der eventuell etwas längere Anfahrtsweg auf jeden Fall. Dort finden sich immer irgendwelche Sonderangebote (-50%) und man hat eine riesige Auswahl. Hier gilt es vor allem, sich Zeit zu nehmen und die Angebote zu vergleichen. Sehr hilfreich hierbei sind die €/kg-Preise, die fast für alle Produkte ausgeschrieben sind. Somit kann man die verschiedenen Angebote sehr gut vergleichen und aufgrund der sehr großen Preisunterschiede viel sparen.

Fazit: Die Einkäufe von Lebensmitteln und anderen Dingen des alltäglichen Bedarfs sind nicht unbedingt viel teuer als in Deutschland, wenn man in die richtigen Geschäfte geht und sich Zeit nimmt um die Angebote zu vergleichen. Hier sollte allerdings noch erwähnt sein, dass sich viele Dinge nicht besonders lange halten (Brot, Milch…). Man sollte deshalb auf das Haltbarkeitsdatum achten und nicht zuviel auf einmal kaufen.

Nachdem ich nun etwas zu den Preisen für Lebensmitteln geschrieben habe, möchte ich im Folgenden noch etwas genauer auf die Sachen eingehen, die das Leben lebenswert machen (Pubs, Night Clubs, Alkohol, Zigaretten…)

Preise für Alkohol und Zigaretten in Irland

Ich möchte zunächst folgendes Zitat eines mir unbekannten Iren anführen (frei übersetzt): “Es ist billiger ein Wochenende all-inclusive nach Teneriffa zu fliegen, als einen Abend in Temple Bar (Anm.: Kneipenviertel in Dublin) trinken zu gehen.”

Das ist sicherlich ein klein wenig übertrieben, aber es verdeutlicht schon den Sachverhalt: Trinken und Rauchen ist absoluter Luxus.

Eine Schachtel Zigaretten kosten ca. 7 Euro, was selbst den überzeugtesten deutschen Raucher die Tränen in die Augen treiben sollte. Dank der wunderbaren EU darf man 800 Zigaretten (Quelle: www.zoll.de), also 4 Stangen einführen, was zumindest für die erste Zeit reichen sollte. Für längere Aufenthalte kann man sich auch Zigaretten per Post schicken lassen. Hier besteht allerdings das Risiko, dass man bei größeren Mengen Probleme mit dem Zoll bekommen kann. Genauere Richtlinien bzgl. des Versandes von Zigaretten innerhalb der EU sind mir allerdings nicht bekannt.

Nun zum Alkohol…auch der ist wesentlich teurer als in Deutschland. In fast jedem Supermarkt findet man Tuborg (Sixpack für 6.99 Euro - Festpreis!). Das ist das billigste mir bekannte Bier und der Geschmack ist in Ordnung. In meinen Augen stellt das eine gute Lösung für das Feierabends-Entspannungsbierchen zu Hause dar.

Wenn mann dann allerdings die eigenen 4 Wände durstig verlässt, dann wird es ziemlich teuer. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass es STRENGSTENS untersagt ist auf der Straße Alkohol zu trinken. Die Strafen reichen hier von einem kurzen Anschiss und dem amtlichen Vernichten des Alkohols bis zu einer Nacht im Gefängnis (wie mir erzählt wurde). Die Preise für ein Pint im Pub sind stark abhängig von der Stadt / Region. In Temple Bar / Dublin muss man sich auf 5.50 - 6.00 Euro einstellen, in den anderen Städten zwischen 4.00 und 5.00 Euro. Zu den Preisen für “harten Stoff” kann ich nichts Genaueres sagen, aber auch die sind entsprechend hoch.

Hier sei noch erwähnt, dass sämtliche Pubs und Nightclubs zwischen 2 und 3 Uhr schließen…man kann also nicht wirklich “versacken”, da man nach dieser Zeit NIRGENDS mehr Alkohol kaufen kann. Ebenso positiv ist das strikte Rauchverbot, welches dazu führt, dass man als Raucher weniger raucht (wenn man den Abend nicht vor der Tür verbringen möchte) und dass die Klamotten am nächsten Tag nicht nach Aschenbecher duften.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Rauchen und Trinken wesentlich teurer ist als in Deutschland. Wenn man aber beides in Maßen genießt (was man ohnehin tun sollte), dann halten sich die Mehrkosten in Grenzen.

Vergleich mit Deutschland

Die Preise in Irland sind in vielen Fällen höher als in Deutschland. So kosten zum Beispiel Autos, Immobilien, Alkohol und Zigaretten zum Teil ein Vielfaches von dem, was sie in Deutschland kosten. Aber es gibt auch Sachen, die in Irland günstiger zu haben sind als in Deutschland. Dazu würde ich Benzin, Klamotten und vor allem die Busreisen zählen. Insbesondere letzteres hat mich schon sehr begeistert. Eine vierstündige Busfahrt von Limerick nach Dublin (UND zurück!) kostete mich gerade mal 18 Euro.

Fazit

Vieles ist teurer, einiges ist billiger. Unterm Strich bedeutet das ein teueres Leben. Darüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man dort Urlaub machen möchte (oder wie in meinem Fall ein unbezahltes Praktikum). Sollte man in Irland arbeiten und leben, so relativiert sich das Ganze, da die Gehälter entsprechend hoch sind.


1 2 3 ... 5