da bin ich

Tach,

ich hätte ja nicht gedacht, dass ich hier so schnell wieder schreiben kann…aber ziemlich offensichtlich hab ich hier einen Internetanschluss. Naja…und das allein bedeutet ja eigentlich, dass es hier nur super werden kann. Aber ich fang mal von vorn an.

Gestern Abend hab ich mit ein paar Kollegen noch zum Abschied ein paar Radeberger getrunken (die letzten bis Weihnachten!) und bin dann heute morgen nach 5h Schlaf und mit leichten Kopfschmerzen aufgestanden. Anschließend bin ich dann mit meinen Eltern auf den Flughafen (Berlin Schönefeld) gefahren und dort wurde es dann wirklich ernst.

Wir waren relativ früh da und so saßen wir da halt noch ein wenig rum. Danach ging dann alles recht schnell…Check-In, eine SEHR intime Security-Erfahrung, zum Gate gewatschelt und schon saß ich auch in unserem kleinen, aber feinen Flieger nach Irland. Der Flug war recht spannend, da das Wetter spitze war und man sehr gute Sicht hatte. Als ich dann die ersten Wolken entdeckte, wusste ich: “Nun kann es nicht mehr weit sein.”

Nun galt es irgendwie in die Stadt zu kommen. Vor dem (recht übersichtlichen) Flughafen fuhr dann auch ein recht günstiger Bus (3.90€) in die Stadt und keine 30 Minuten später stand ich in der City von Cork. Nen Stadtplan hatte ich mich schon am Flughafen gekauft und nun musste ich zum Büro der Appartment-Verwaltung. Selbiges war zum Glück nicht weit weg und nach einem kurzen Anruf bei der Nummer an der (geschlossenen) Bürotür kam dann auch ein sehr netter Mitarbeiter, hat mir alles erklärt und ist anschließend mit mir zusammen in ein Taxi gesprungen um zu meiner Unterkunft für die nächsten 2 Wochen zu fahren.

Dort angekommen, gingen wir dann in ein typisch engl. bzw. irisches kleines Haus (Fotos folgen die Tage), wo mich schon meine Mitbewohner erwarteten. Eine Französin (20), ein Franzose (58!!!!) und noch ein Deutscher (der mit mir zusammen im Flieger saß).

Nach einem kurzen Kennenlern-Gespräch bin ich dann zusammen mit meinem Landsmann nochmal in die Stadt gelaufen (ist leider recht weit - 30 Minuten Fußweg) und dort haben wir uns dann erstmal alles in Ruhe angeschaut.

Ja…und nun sitze ich hier und tippe das alles. Was heute abend noch so geht, weiß ich noch nicht so genau…auf jeden Fall duftet es gerade ziemlich lecker aus der Küche. Der Sache muss ich jetzt erstmal auf den Grund gehen.

Bis die Tage
Oli


Reisevorbereitungen

Tachchen,

momentan gibt es grad nicht so wirklich viel Neues, da ja eigentlich auch schon alles in mehr oder weniger trockenen Tüchern ist. Da ich in 9 Tagen (oh mein Gott!!!) schon dort bin geht es nun an die Details. Von meiner Agentur habe ich nun gestern auch die endgültigen Reiseunterlagen mit alles möglichen Adressen und Informationen bekommen.

Theoretisch müsste ich am Montag (Anreise Samstag 04.08.) um 8:45 a.m. in der Sprachschule aufschlagen…theoretisch! Praktisch ist an diesem Montag der sogenannte “Augustfeiertag” (Quelle: Wikipedia). Mal schaun, was da so rauskommt…aber prinzipiell sind Feiertage ja nichts Schlechtes, also wird das schon irgendwie passen.

Ansonsten sitz ich dann für 2 Wochen (bzw. 9 Tage, wegen dem Feiertag) für 5h am Tag in der Sprachschule…wird sicher nich die spannendste Zeit meines Lebens, aber ich setze große Hoffnungen in die Nachmittage und Wochenenden.

So, ich halte euch bzgl. der aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden.

Bis die Tage
Oli


Der Ort

Moin,

heute möchte ich ein paar Worte zur Wahl des Landes bzw. des Ortes verlieren. Am Anfang steht die Entscheidung für ein Praktikum im Ausland (so zumindest bei mir). Bei einigen wird diese Entscheidung bereits sehr eng mit einem Land in Verbindung stehen. Das war bei mir nicht so. Nun galt es also zu überlegen: “Wohin geht die Reise?”.
Faktoren, von denen die Entscheidung beeinflusst wird sind in meinen Augen: Sprache (!!!), Geld, Dauer des Praktikums und natürlich eventuelle, persönliche Beeinflussungen etwas durch Bekanntschaften oder Verbindungen im entsprechenden Land. Auf die einzelnen Punkte möchte ich nun im Folgenden kurz eingehen.

1. Sprache
In meinem Fall leider “nur” Englisch…also fallen schon mal recht viele, interessante Möglichkeiten (Spanien, Frankreich) weg. In Europa bleiben da nur noch GB, Irland und Skandinavien und Malta. Wenn es einen etwas weiter weg zieht, dann wären da noch Kanada, USA, Neuseeland, Australien…aber auch im asiatischen Raum kann man mit English-only noch eine Menge erreichen.

2. Geld
Geld ist natürlich, wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, ein sehr wichtiger Faktor. Ich habe bereits einiges zur möglichen Förderung geschrieben. Hier kommt es vor allem auch darauf an, wie lange man vorausplant. So ist zum Beispiel eine Förderung beim DAAD (Förderung für Praktika außerhalb von Europa) etwa ein Jahr im Vorraus zu beantragen. Bei meinen Recherchen ist mir leider aufgefallen, dass die wenigsten Praktikas im Ausland bezahlt werden, so dass man auf eine Förderung nur schwer verzichten kann. Hier sollte man sich auf jeden Fall genau überlegen, ob man sich das Vorhaben überhaupt leisten kann und sich entsprechend rechtzeitig um eine Unterstützung kümmern.

3.Dauer
Hier möchte ich nicht allzu viele Worte verlieren. Es sollte jedem klar sein, dass einem ein 2wöchiges Praktikum in Australien nicht viel bringt (das ist zumindest meine Meinung). Hier sollte also auf ein vernünftiges Verhältnis von Dauer und Entfernung geachtet werden. Ich denke 3 Monate ist ein guter Zeitrahmen für Länder in Europa, wenn es dann noch etwas weiter weggehen soll (USA, Australien, Südafrika) sollte man schon mindestens 6 Monate Zeit einplanen. So ist zumindest meine Meinung zu dem Thema, hier kann man natürlich diskutieren.

So, ich habe mir also über all diese Punkte ausführliche Gedanken gemacht und bin dann irgendwie zu Irland gekommen. Das Land hat einfach nen sympatischen Ruf und ein Freund, der mal für 3 Monate dort war hat es mir sehr empfohlen. Nun stand noch die Entscheidung nach der Stadt aus…allzu viele Großstädte gibt es ja in Irland nicht und man möchte ja auch nicht irgendwo auf dem Dorf vergammeln. Ich hatte mich für Cork entschieden, nun ist aber durch die Praktikumsstelle doch Limerick draus geworden. Mich stört das wenig, da es doch eher auf die Leute ankommt, die man kennen lernt, ob man sich wohlfühlt oder nicht. Ich sehe also dem Vorhaben optimistisch entgegen und bis jetzt habe ich noch keine meiner Entscheidungen bereut.

bis die Tage
Oli


Die Unterkunft

Tachchen,

heut möchte ich ein paar Sachen zur Unterkunft sagen. Grundsätzlich hat man ja die Möglichkeit zwischen Gastfamilie oder WG bzw. Wohnheim zu wählen. Beide Sachen haben sicherlich Vor- und Nachteile, auf die ich hier mal kurz eingehen möchte.

Gastfamilie:

- Englisch von früh bis spät
- enger Kontakt, immer ein Ansprechpartner für Fragen
- unter Umständen leckeres Essen :)
- evtl. Mitnutzung von Telefon und Internet

Wohnheim / WG:

- Gefahr mit jemandem zusammen zu wohnen, der Deutsch spricht
- schneller Anschluss
- Paaaaaaarty!

Die Vorteile der Einen sind gleichzeitig die Nachteile der anderen Möglichkeit. Ich habe mich für die Wohnheim bzw. WG-Lösung entschieden. Während meines Sprachkurses in Cork wohne ich nach aktuellem Kenntnisstand in einer WG mit anderen Kursteilnehmern. Das Appartmenthaus soll ziemlich zentral gelegen sein und pro Einheit Platz für 3-4 Leute haben. Ich denke, das wird ne lustige Sache…ne absolute Sicherheit kann man da nich haben, da es natürlich sehr von den anderen Leuten abhängt, die mit einem zusammen wohnen.

Wo genau ich dann in Limerick während meines Praktikums wohne, ist noch unbekannt…die Agentur versucht da grad nochwas zu organisieren. Ich hoffe, hoffe, hoffe doch gaaaaanz sehr, dass ich da ins Wohnheim komme, da es dort zum einen (für irische Verhältnisse) recht billig ist und zum anderen ein Internetanschluss (!!!!!) vorhanden ist. Das ist überhaupt noch meine größte Sorge…das Internet :) aber dazu später mehr.

bis bald
Oli


Sprachkurs

Hallo,

heute möchte ich mal was zur Sprache schreiben. Ich persönlich hatte das normale Schulenglisch, sowie ein paar Seminare an der Uni. Also eigentlich nichts Weltbewegendes. Da einem aber heute im Internet sehr viel Englisch um die Ohren fliegt, vor allem in der Informatik bin ich immer recht gut “im Stoff” geblieben. Probleme sehe ich hier nur beim Sprechen und Schreiben, da man das ja hier in Deutschland nicht wirklich gut üben kann.

So habe ich mich nun auch für einen 2-wöchigen Sprachkurs vor dem eigentlichen Praktikum entschieden. Die Vorteile liegen natürlich auf der Hand. Man kann sich erstmal in einer relativ entspannten Umgebung einleben und muss sich nicht gleich am ersten Tag in den Job-Alltag stürzen. Nach den 2 Wochen ist man dann (so hoffe ich zumindest) auch recht fit, was die Sprache und das Verständnis betrifft und der Einstieg in das Praktikum fällt wesentlich leichter. Natürlich spielt auch der Fun-Faktor eine gewisse Rolle. Während des Praktikums ist man natürlich zum Großteil mit seinem Job beschäftigt und hat nur an den Wochenenden so richtig Zeit auch mal Land und Leute im freizeitlichen Rahmen kennen zu lernen. Durch den Sprachkurs (5 Stunden / Tag) hat man also in den ersten 2 Wochen genügend Zeit ein paar Leute kennen zu lernen und auch ein wenig das schöne Land zu bereisen. Organisiert hat den Kurs auch meine Agentur (praktikumsvermittlung.de). Wie ich hier schon an andere Stelle beschrieben habe, bekommt man auch einen Zuschuss zum Sprachkurs, so dass sich die Kosten in Grenzen halten.

So denn…bis bald
Oli


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