Limerick

Moin,

so…nachdem ich nun einige Tage offline überstehen musste ist nun alles wieder in Ordnung. Wo fang ich am besten an…
Freitag Abend waren wir in einem Nightclub (Discothek)…war wirklich lustig und ein würdiger letzter Abend in Cork. Am Samstag stand dann der schmerzliche Abschied und die Reise nach Limerick an. Soweit lief alles reibungslos und so konnte ich dann auch meine Unterkunft für die nächsten 18 Wochen im “Thomond Student Village” beziehen.

Da das Semester erst in ca. 2 Wochen losgeht, ist es hier noch recht leer und ich hab das Appartment erstmal für mich allein. Hier mal ein paar Bilderchen:

mein Haus
Blick vom Balkon
Küche


mein Zimmer
Küche


Wie ihr seht…alles ziemlich modern und sauber. Ich bin auf jeden Fall zufrieden damit und denke ich komm hier gut klar. Nun ist nur noch unklar, wer hier noch mit mir einzieht…

Da ich bis heute kein Internet hatte, war am Wochenende genug Zeit vorhanden um die Umgebung und die Stadt ein wenig zu erkunden. Bis ins Zentrum sind es harte 40 Minuten zu Fuß, aber laufen bin ich ja nun mittlerweile gewohnt. Obwohl Limerick nur halb soviele Einwohner wie Cork hat, gibt es in der City alles was das Herz begehrt…nur Pubs / Nightclubs konnte ich nicht entdecken, aber ich hoffe, da wird mir dann mal irgendwer nen Tipp geben.

Nun gut…also Limerick ist ok, die Unterkunft auch…nun will ich noch schnell was zu meinem ersten Arbeitstag schreiben. Eoin (= Owen auf irisch) sagte mir, ich solle um 0900 vor Ort sein. Geträu dem Motto: “10 Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit” stand ich also 0850 auf der Matte. Allein.

Nach eine Weile kam dann doch jemand, der das Gebäude (Fotos folgen) aufgeschlossen hat und ich nahm in der Lobby Platz. Als sich nach 15 Minuten noch nix getan hat, beschloss ich Eoin mal auf dem Handy anzuklingeln…ich teilte ihm mit, dass ich in der Lobby sitze und das Gefühl habe, der Einzige im Gebäude zu sein. Nachdem er fertig war mit Lachen, meinte er, dass er im Stau stecke und wohl noch 1 Stunde bräuchte. So hab ich mich dann ein wenig in die Cafeteria des nahen LIT (Limerick Institute of Technology) gesetzt und nen Käffchen geschlürft. Ein relaxter Beginn…

Nachdem Eoin dann angekommen war, hat er mich ein wenig rumgeführt und mir anschließend erklärt, was die Firma denn eigentlich macht: “Six Sigma for Medical Device Companies”…aha! Is an und für sich nix wildes…aber erklären will (und kann) ich jetzt hier nich.

Viel Zeit wurde nicht verdrödelt, da die erste Deadline am 10. September ist…dann muss die Webseite (die erste die ich erstelle) stehen. Ich hab mir also heute ein wenig die Konkurrenz angeschaut und ein kleines Mini-Konzept entworfen, welches wir dann gemeinsam bei einem Kaffee durchgesprochen haben. Morgen gehts dann auch schon an die Umsetzung…

Ich denke, der Job passt und mit Eoin werde ich auch sehr gut klarkommen…so zumindest mein erster Eindruck. So…genug für heute.

Bis die Tage
Oli


leaving Cork

Ahoi,

so, nachdem nun die letzten Tage nicht wirklich viel los war, will ich heute wieder mal was schreiben. Zunächst erstmal hab ich heute (an meinem letzten Tag) nen Foto von meiner Sprachschul-Klasse gemacht:

meine Klasse in der Sprachschule

v.l.n.r:
Alvero (span.), Guendalina (ital.), Pierrick (franz.), ich, Gemma (span.), Manuela (ital.), Adrien (franz.), Samuel (span.), David (dt.).

So, die 2 Wochen Sprachschule sind also heute um und ich muss sagen, dass ich nicht böse bin, dass es nun wieder was anderes gibt. Die Schule an sich war super, die Stunden gingen echt schnell rum und man hat auch wirklich was gelernt (ich hatte heute 48/55 im Test…was mich wohl für einen Aufstieg zum nächsten Level qualifiziert hätte).

Diese Woche ist dann aber schon ein wenig der Alltag eingekehrt: Aufstehen (7:30!!!!) - Schule - am Lappi sitzten - Essen, quatschen, 2 Bier trinken - Schlafen. Wir wohnen einfach zu weit weg von der City um abends nochmal schnell in ein Pub zu gehen und das zeitige Aufstehen is jetzt auch nich so mein Ding.

Kurz und gut: es waren 2 Super-Wochen, ich hab viel gelernt, ne Menge netter Leute getroffen und viel Neues gesehen. Aber ich denke auch, dass es nun damit auch reicht und ich freue mich auf den Tapetenwechsel. Ich bin schon sehr gespannt, mit wem ich meine Wohnung für die nächsten 18 Wochen in Limerick teile (es sind nur noch 18 Wochen bis Weihnachten, aber das nur so am Rande).

Nun werde ich meine Tasche packen, dann hat mir Kadi nen leckeres Abschiedsessen versprochen…anschließend hoffe ich, dass wir nochmal in die Stadt gehen und ein wenig durch die Pubs ziehen. Ich werde dann demnächst berichten, das hängt vor allem davon ab, wie schnell ich in meiner Unterkunft in Limerick Internetzugang habe.

So denn, bis die Tage
Oli


Es wird eng…

Ahoi,

in so ziemlich genau 24h falle ich wohl gerade in Cork ausm Flieger. Anschließend werd ich dann sehen, dass ich irgendwie mit nem Bus in die Stadt tingeln kann. Dort muss ich dann auch wieder irgendwie zu dem Büro der Wohnungsverwaltung und meinen “Kontaktmann” anrufen. Dieser wird mich dann hoffentlich in eine nette WG packen und mein “Urlaub” geht los.

So ist zumindest der Plan…ob das alles so klappt, wird sich zeigen. Die Sachen sind nun auch mehr oder weniger schon im Koffer. Es ist gar nicht so einfach die 20kg Gepäck einzuhalten…und pro kg Übergewicht 8 Euro zu bezahlen is ja auch keine wirkliche Alternative. Naja…daran soll es nun auch nicht scheitern.

Wenn ich also das nächste mal hier schreibe bin ich dann schon auf der grünen Insel. Das kann aber durchaus ne Weile dauern, da ich nicht glaube, dass die Unterkünfte während des Sprachkurses eine Internetverbindung haben. Aber zumindest dann in Limerick bin ich wieder dauerhaft online.

So denn, bis die Tage…
Oli


Die Unterkunft (2)

Ahoi,

nachdem sich in den letzten Tagen nicht viel getan hat, gibt es heute nun wieder etwas zu berichten:

Ich habe eine Unterkunft während meines Praktikums in Limerick!

Wie ihr sehen könnt, handelt es sich dabei um ein Studentenwohnheim mit (für irische Verhältnisse) recht günstigen Mieten und einer Top-Einrichtung…darunter natürlich auch eine Breitband-Internet-Verbinundung, was für mich natürlich unheimlich wichtig ist.

Mehr oder weniger zufällig ist es auch direkt neben meiner Arbeitsstelle gelegen, so dass ich morgens nur wenige Meter zu Fuß gehen muss. Also eigentlich alles perfekt, muss ich sagen. Auch hier bin ich wieder mit der Arbeit meiner Agentur sehr zufrieden…einfach top!

Nun hoffe ich nur noch auf nette und freundliche Mitbewohner und einer lustigen Zeit steht nix mehr im Wege.

Bis bald
Oli


Der Ort

Moin,

heute möchte ich ein paar Worte zur Wahl des Landes bzw. des Ortes verlieren. Am Anfang steht die Entscheidung für ein Praktikum im Ausland (so zumindest bei mir). Bei einigen wird diese Entscheidung bereits sehr eng mit einem Land in Verbindung stehen. Das war bei mir nicht so. Nun galt es also zu überlegen: “Wohin geht die Reise?”.
Faktoren, von denen die Entscheidung beeinflusst wird sind in meinen Augen: Sprache (!!!), Geld, Dauer des Praktikums und natürlich eventuelle, persönliche Beeinflussungen etwas durch Bekanntschaften oder Verbindungen im entsprechenden Land. Auf die einzelnen Punkte möchte ich nun im Folgenden kurz eingehen.

1. Sprache
In meinem Fall leider “nur” Englisch…also fallen schon mal recht viele, interessante Möglichkeiten (Spanien, Frankreich) weg. In Europa bleiben da nur noch GB, Irland und Skandinavien und Malta. Wenn es einen etwas weiter weg zieht, dann wären da noch Kanada, USA, Neuseeland, Australien…aber auch im asiatischen Raum kann man mit English-only noch eine Menge erreichen.

2. Geld
Geld ist natürlich, wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, ein sehr wichtiger Faktor. Ich habe bereits einiges zur möglichen Förderung geschrieben. Hier kommt es vor allem auch darauf an, wie lange man vorausplant. So ist zum Beispiel eine Förderung beim DAAD (Förderung für Praktika außerhalb von Europa) etwa ein Jahr im Vorraus zu beantragen. Bei meinen Recherchen ist mir leider aufgefallen, dass die wenigsten Praktikas im Ausland bezahlt werden, so dass man auf eine Förderung nur schwer verzichten kann. Hier sollte man sich auf jeden Fall genau überlegen, ob man sich das Vorhaben überhaupt leisten kann und sich entsprechend rechtzeitig um eine Unterstützung kümmern.

3.Dauer
Hier möchte ich nicht allzu viele Worte verlieren. Es sollte jedem klar sein, dass einem ein 2wöchiges Praktikum in Australien nicht viel bringt (das ist zumindest meine Meinung). Hier sollte also auf ein vernünftiges Verhältnis von Dauer und Entfernung geachtet werden. Ich denke 3 Monate ist ein guter Zeitrahmen für Länder in Europa, wenn es dann noch etwas weiter weggehen soll (USA, Australien, Südafrika) sollte man schon mindestens 6 Monate Zeit einplanen. So ist zumindest meine Meinung zu dem Thema, hier kann man natürlich diskutieren.

So, ich habe mir also über all diese Punkte ausführliche Gedanken gemacht und bin dann irgendwie zu Irland gekommen. Das Land hat einfach nen sympatischen Ruf und ein Freund, der mal für 3 Monate dort war hat es mir sehr empfohlen. Nun stand noch die Entscheidung nach der Stadt aus…allzu viele Großstädte gibt es ja in Irland nicht und man möchte ja auch nicht irgendwo auf dem Dorf vergammeln. Ich hatte mich für Cork entschieden, nun ist aber durch die Praktikumsstelle doch Limerick draus geworden. Mich stört das wenig, da es doch eher auf die Leute ankommt, die man kennen lernt, ob man sich wohlfühlt oder nicht. Ich sehe also dem Vorhaben optimistisch entgegen und bis jetzt habe ich noch keine meiner Entscheidungen bereut.

bis die Tage
Oli


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