Der Ort

Moin,

heute möchte ich ein paar Worte zur Wahl des Landes bzw. des Ortes verlieren. Am Anfang steht die Entscheidung für ein Praktikum im Ausland (so zumindest bei mir). Bei einigen wird diese Entscheidung bereits sehr eng mit einem Land in Verbindung stehen. Das war bei mir nicht so. Nun galt es also zu überlegen: “Wohin geht die Reise?”.
Faktoren, von denen die Entscheidung beeinflusst wird sind in meinen Augen: Sprache (!!!), Geld, Dauer des Praktikums und natürlich eventuelle, persönliche Beeinflussungen etwas durch Bekanntschaften oder Verbindungen im entsprechenden Land. Auf die einzelnen Punkte möchte ich nun im Folgenden kurz eingehen.

1. Sprache
In meinem Fall leider “nur” Englisch…also fallen schon mal recht viele, interessante Möglichkeiten (Spanien, Frankreich) weg. In Europa bleiben da nur noch GB, Irland und Skandinavien und Malta. Wenn es einen etwas weiter weg zieht, dann wären da noch Kanada, USA, Neuseeland, Australien…aber auch im asiatischen Raum kann man mit English-only noch eine Menge erreichen.

2. Geld
Geld ist natürlich, wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, ein sehr wichtiger Faktor. Ich habe bereits einiges zur möglichen Förderung geschrieben. Hier kommt es vor allem auch darauf an, wie lange man vorausplant. So ist zum Beispiel eine Förderung beim DAAD (Förderung für Praktika außerhalb von Europa) etwa ein Jahr im Vorraus zu beantragen. Bei meinen Recherchen ist mir leider aufgefallen, dass die wenigsten Praktikas im Ausland bezahlt werden, so dass man auf eine Förderung nur schwer verzichten kann. Hier sollte man sich auf jeden Fall genau überlegen, ob man sich das Vorhaben überhaupt leisten kann und sich entsprechend rechtzeitig um eine Unterstützung kümmern.

3.Dauer
Hier möchte ich nicht allzu viele Worte verlieren. Es sollte jedem klar sein, dass einem ein 2wöchiges Praktikum in Australien nicht viel bringt (das ist zumindest meine Meinung). Hier sollte also auf ein vernünftiges Verhältnis von Dauer und Entfernung geachtet werden. Ich denke 3 Monate ist ein guter Zeitrahmen für Länder in Europa, wenn es dann noch etwas weiter weggehen soll (USA, Australien, Südafrika) sollte man schon mindestens 6 Monate Zeit einplanen. So ist zumindest meine Meinung zu dem Thema, hier kann man natürlich diskutieren.

So, ich habe mir also über all diese Punkte ausführliche Gedanken gemacht und bin dann irgendwie zu Irland gekommen. Das Land hat einfach nen sympatischen Ruf und ein Freund, der mal für 3 Monate dort war hat es mir sehr empfohlen. Nun stand noch die Entscheidung nach der Stadt aus…allzu viele Großstädte gibt es ja in Irland nicht und man möchte ja auch nicht irgendwo auf dem Dorf vergammeln. Ich hatte mich für Cork entschieden, nun ist aber durch die Praktikumsstelle doch Limerick draus geworden. Mich stört das wenig, da es doch eher auf die Leute ankommt, die man kennen lernt, ob man sich wohlfühlt oder nicht. Ich sehe also dem Vorhaben optimistisch entgegen und bis jetzt habe ich noch keine meiner Entscheidungen bereut.

bis die Tage
Oli


Stellensuche

Hallo,

nachdem aus der Idee ein Praktikum im Ausland zu machen so langsam ein Entschluss wurde, stellt sich natürlich die Frage nach der Stelle und wie man an sie herankommt. Nachdem ich einige Nächte mit google.ie zugebracht habe, musste ich leider feststellen, dass es bei weitem nicht so einfach ist wie ich zunächst angenommen hatte. Hier in Deutschland gibt es ja unendlich viele Stellenbörsen mit noch viel unendlich vieleren (;)) Angeboten.

Da ich nun ein Mensch bin, der eine gewisse Sicherheit sehr schätzt begann ich mich unter den Vermittlungsagenturen für Auslands-Praktika etwas genauer umzuschauen. Nach reiflicher Überlegung und Prüfung meines Budgets habe ich mich dann schließlich für praktikumsvermittlung.de entschieden. Das gute Angebot, das seriöse Auftreten und der nette Kontakt waren die ausschlaggebenden Kriterien für meine Entscheidung. Der Vorteil eines solchen Partners liegt auf der Hand. Man hat mehr oder weniger die Sicherheit, dass man zu einem bestimmten Termin an einem bestimmten Ort einen Job und eine Unterkunft hat. Demnächst werde ich noch etwas mehr über die Agentur schreiben.


Die Förderung (2)

Ein paar Worte will ich noch zur Förderung verlieren. Nachdem Antrag und alle nötigen Anlagen (teilweise etwas nervig, aber man bekommt ja immerhin auch ne Menge Geld) ausgefüllt und eingereicht hat (das sollte man ca. 3 Monate vor dem Praktikumsstart getan haben) sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Zum Zeitpunkt der Antragstellung muss die Praktikumsstelle noch nicht genau benannt werden. Diese kann und muss dann ein paar Wochen (je eher, desto besser) vor dem eigentlichen Praktikumsbeginn nachgereicht werden.

Insofern man alle notwendigen Bedingungen für die Förderung (siehe Leonardo-Praktika) erfüllt sollte es eigentlich keine Probleme geben. Dieser Eindruck wurde mir zumindest durch den sehr netten und hilfsbereiten Kontakt vermittelt. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, dass jeder Praktikant im Monat 500 Euro zur Verfügung hat, diese Summe wird natürlich mit einem eventuellen Gehalt verrechnet. Dazu gibt es dann auch noch einen recht ordentlichen Zuschuss für die Reisekosten, sowie auch für einen eventuellen Sprachkurs. Ihr seht also, dass sich ein solcher Antrag wirklich auszahlt. Ohne diese Förderung hätte ich mein Vorhaben wohl nur schwer umsetzen können. Also was lernen wir daraus?

Wer also ein Praktikum innerhalb der EU machen möchte, möge sich an die Leonardo-da-Vinci-Stiftung wenden!


Die Förderung

Bei Praktika im Ausland ist es leider in der Regel so, dass die Arbeit nicht vergütet wird. Das hat wohl teils steuerrechtliche Gründe, aber sicherlich wollen auch die Arbeitgeber nicht das Risiko eingehen. Es bleibt allerdings noch die Hoffnung, dass man für gute Arbeit auch ein kleines Dankeschön bekommt.

So bleibt natürlich die Frage nach der Finanzierung des Auslandsaufenthaltes. In einigen Ländern sind die Lebenserhaltungskosten natürlich wesentlich geringer als in Deutschland, so dass dieses Problem nicht so relevant ist. Mit Irland habe ich mir allerdings nicht so ein Land herausgesucht. Ich habe mir sagen lassen, dass es wohl ca. 50% teurer ist als in Deutschland. So…also woher nehmen und nicht stehlen.

Die Lösung lautet: Fördergelder

Es gibt verschiedene Stiftungen und Institutionen, welche ein Prakikum oder Studium im Ausland fördern. Für mich ist dies die Leonardo-da-Vinci-Stiftung, welche Praktika in Europa fördert. Der Antrag muss rechtzeitig ausgefüllt und abgeschickt werden, dann steht einer Förderung eigentlich auch nichts mehr im Wege. Zumindest bei mir war es so, die genauen Regelungen findet ihr auf der Seite der Stiftung.

So kommt man mit dem Geld, welches man hier in Deutschland zum Leben braucht, zusammen mit der Förderung auf eine Summe, mit der man sich zumindest eine Wohnung und Essen leisten kann. So hoffe ich zumindest…genauere Details folgen dann noch direkt aus Irland.

Weiterlesen zum Thema Fördergelder: Die Förderung - Teil 2