Preise in Irland

Irland ist kein billiges Land! Das sollte jedem klar sein, der dort eine längere verbringen möchte. Es gibt allerdings schon ein paar kleine Tipps und Tricks, wie man die alltäglichen Kosten für Lebensmittel etc. ungefähr auf ein deutsches Niveau bringen kann.

Lebensmittel und Dinge des alltäglichen Bedarfs


Auf den ersten Blick ist alles SEHR teuer, doch wenn man sich etwas Zeit nimmt findet man auch gute Angebote, die teilweise um ein Vielfaches günstiger sind als in Deutschland. Unbedingt vermeiden sollte man die Off-Licence-Shop`s, die sind zwar weit verbreitet und haben immer offen, aber natürlich auch entsprechende Preise. Ich würde sie mit den Tankstellen in Deutschland vergleichen…und wer macht dort schon seinen Wocheneinkauf für Lebensmittel.

Für größere Einkäufe würde ich Supermärkte empfehlen (Dunnes Store, Tesco, ALDI, LIDL…). Auch wenn diese nicht ganz so weit verbreitet sind, lohnt sich der eventuell etwas längere Anfahrtsweg auf jeden Fall. Dort finden sich immer irgendwelche Sonderangebote (-50%) und man hat eine riesige Auswahl. Hier gilt es vor allem, sich Zeit zu nehmen und die Angebote zu vergleichen. Sehr hilfreich hierbei sind die €/kg-Preise, die fast für alle Produkte ausgeschrieben sind. Somit kann man die verschiedenen Angebote sehr gut vergleichen und aufgrund der sehr großen Preisunterschiede viel sparen.

Fazit: Die Einkäufe von Lebensmitteln und anderen Dingen des alltäglichen Bedarfs sind nicht unbedingt viel teuer als in Deutschland, wenn man in die richtigen Geschäfte geht und sich Zeit nimmt um die Angebote zu vergleichen. Hier sollte allerdings noch erwähnt sein, dass sich viele Dinge nicht besonders lange halten (Brot, Milch…). Man sollte deshalb auf das Haltbarkeitsdatum achten und nicht zuviel auf einmal kaufen.

Nachdem ich nun etwas zu den Preisen für Lebensmitteln geschrieben habe, möchte ich im Folgenden noch etwas genauer auf die Sachen eingehen, die das Leben lebenswert machen (Pubs, Night Clubs, Alkohol, Zigaretten…)

Preise für Alkohol und Zigaretten in Irland

Ich möchte zunächst folgendes Zitat eines mir unbekannten Iren anführen (frei übersetzt): “Es ist billiger ein Wochenende all-inclusive nach Teneriffa zu fliegen, als einen Abend in Temple Bar (Anm.: Kneipenviertel in Dublin) trinken zu gehen.”

Das ist sicherlich ein klein wenig übertrieben, aber es verdeutlicht schon den Sachverhalt: Trinken und Rauchen ist absoluter Luxus.

Eine Schachtel Zigaretten kosten ca. 7 Euro, was selbst den überzeugtesten deutschen Raucher die Tränen in die Augen treiben sollte. Dank der wunderbaren EU darf man 800 Zigaretten (Quelle: www.zoll.de), also 4 Stangen einführen, was zumindest für die erste Zeit reichen sollte. Für längere Aufenthalte kann man sich auch Zigaretten per Post schicken lassen. Hier besteht allerdings das Risiko, dass man bei größeren Mengen Probleme mit dem Zoll bekommen kann. Genauere Richtlinien bzgl. des Versandes von Zigaretten innerhalb der EU sind mir allerdings nicht bekannt.

Nun zum Alkohol…auch der ist wesentlich teurer als in Deutschland. In fast jedem Supermarkt findet man Tuborg (Sixpack für 6.99 Euro - Festpreis!). Das ist das billigste mir bekannte Bier und der Geschmack ist in Ordnung. In meinen Augen stellt das eine gute Lösung für das Feierabends-Entspannungsbierchen zu Hause dar.

Wenn mann dann allerdings die eigenen 4 Wände durstig verlässt, dann wird es ziemlich teuer. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass es STRENGSTENS untersagt ist auf der Straße Alkohol zu trinken. Die Strafen reichen hier von einem kurzen Anschiss und dem amtlichen Vernichten des Alkohols bis zu einer Nacht im Gefängnis (wie mir erzählt wurde). Die Preise für ein Pint im Pub sind stark abhängig von der Stadt / Region. In Temple Bar / Dublin muss man sich auf 5.50 - 6.00 Euro einstellen, in den anderen Städten zwischen 4.00 und 5.00 Euro. Zu den Preisen für “harten Stoff” kann ich nichts Genaueres sagen, aber auch die sind entsprechend hoch.

Hier sei noch erwähnt, dass sämtliche Pubs und Nightclubs zwischen 2 und 3 Uhr schließen…man kann also nicht wirklich “versacken”, da man nach dieser Zeit NIRGENDS mehr Alkohol kaufen kann. Ebenso positiv ist das strikte Rauchverbot, welches dazu führt, dass man als Raucher weniger raucht (wenn man den Abend nicht vor der Tür verbringen möchte) und dass die Klamotten am nächsten Tag nicht nach Aschenbecher duften.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Rauchen und Trinken wesentlich teurer ist als in Deutschland. Wenn man aber beides in Maßen genießt (was man ohnehin tun sollte), dann halten sich die Mehrkosten in Grenzen.

Vergleich mit Deutschland

Die Preise in Irland sind in vielen Fällen höher als in Deutschland. So kosten zum Beispiel Autos, Immobilien, Alkohol und Zigaretten zum Teil ein Vielfaches von dem, was sie in Deutschland kosten. Aber es gibt auch Sachen, die in Irland günstiger zu haben sind als in Deutschland. Dazu würde ich Benzin, Klamotten und vor allem die Busreisen zählen. Insbesondere letzteres hat mich schon sehr begeistert. Eine vierstündige Busfahrt von Limerick nach Dublin (UND zurück!) kostete mich gerade mal 18 Euro.

Fazit

Vieles ist teurer, einiges ist billiger. Unterm Strich bedeutet das ein teueres Leben. Darüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man dort Urlaub machen möchte (oder wie in meinem Fall ein unbezahltes Praktikum). Sollte man in Irland arbeiten und leben, so relativiert sich das Ganze, da die Gehälter entsprechend hoch sind.


leaving Cork

Ahoi,

so, nachdem nun die letzten Tage nicht wirklich viel los war, will ich heute wieder mal was schreiben. Zunächst erstmal hab ich heute (an meinem letzten Tag) nen Foto von meiner Sprachschul-Klasse gemacht:

meine Klasse in der Sprachschule

v.l.n.r:
Alvero (span.), Guendalina (ital.), Pierrick (franz.), ich, Gemma (span.), Manuela (ital.), Adrien (franz.), Samuel (span.), David (dt.).

So, die 2 Wochen Sprachschule sind also heute um und ich muss sagen, dass ich nicht böse bin, dass es nun wieder was anderes gibt. Die Schule an sich war super, die Stunden gingen echt schnell rum und man hat auch wirklich was gelernt (ich hatte heute 48/55 im Test…was mich wohl für einen Aufstieg zum nächsten Level qualifiziert hätte).

Diese Woche ist dann aber schon ein wenig der Alltag eingekehrt: Aufstehen (7:30!!!!) - Schule - am Lappi sitzten - Essen, quatschen, 2 Bier trinken - Schlafen. Wir wohnen einfach zu weit weg von der City um abends nochmal schnell in ein Pub zu gehen und das zeitige Aufstehen is jetzt auch nich so mein Ding.

Kurz und gut: es waren 2 Super-Wochen, ich hab viel gelernt, ne Menge netter Leute getroffen und viel Neues gesehen. Aber ich denke auch, dass es nun damit auch reicht und ich freue mich auf den Tapetenwechsel. Ich bin schon sehr gespannt, mit wem ich meine Wohnung für die nächsten 18 Wochen in Limerick teile (es sind nur noch 18 Wochen bis Weihnachten, aber das nur so am Rande).

Nun werde ich meine Tasche packen, dann hat mir Kadi nen leckeres Abschiedsessen versprochen…anschließend hoffe ich, dass wir nochmal in die Stadt gehen und ein wenig durch die Pubs ziehen. Ich werde dann demnächst berichten, das hängt vor allem davon ab, wie schnell ich in meiner Unterkunft in Limerick Internetzugang habe.

So denn, bis die Tage
Oli


Tag 7

Moin,

so…gestern stand dann der erste richtige Pub-Abend an. Zunächst ging es etwas schleppend los, aber dann sind wir in ein Pub gegangen, wo die Sprachschule einen Karaoke-Abend organisiert hat. Dort waren recht viele Students und die Stimmung war super. Für ein Pint muss man reichlich 4 Euro hinlegen, was mich aber nicht wirklich gestört hat, da es recht lustig war.

Etwas eigenartig war, dass um Punkt 1 Uhr die Musik ausgeschaltet wurde und das Licht anging. Alle waren grad richtig gut drauf, haben gesungen und getrunken…in Deutschland würde keiner auf die Idee kommen in diesem Moment die Bar zu schließen. Naja…so ist das halt hier.

Da wir aber noch keine Lust hatten, den Heimweg anzutreten haben wir uns dann noch ein anderes Pub gesucht…was allerdings auch nicht so einfach war, da man in einige Pubs unter 23 nicht reinkommt und außerdem noch auf die Schuhe geachtet wird. Naja…ich bin nicht durchgefallen, aber meine Begleiter. Auf jeden Fall hatten wir dann noch ein wirlich nettes Pub gefunden, was auch wirklich arg voll war. Aber auch hier war dann 2 Uhr Schicht im Schacht und wir entschieden heimzugehen.

Alles in allem ein gelungener Abend…das nächste Mal müssen wir eventuell etwas eher losgehen. Leider hatte ich mein Handy vergessen, so dass ich keine Fotos machen konnte. Sehr ärgerlich…aber das wird nachgeholt. Versprochen!

Heute nachmittag ist dann ein wenig chillen angesagt…morgen wollen wir in eine kleine Stadt am Meer namens Youghal. Das Wetter soll recht schön werden und dort soll es einen schönen Strand geben. Also werde ich mal die Badehosen einpacken…und vielleicht mit Delphinen schwimmen.

So denn…bis bald.
Oli


Tag 5 & 6

Ahoi,

unsere Internet-Connection hat bis eben nicht funktioniert, weshalb ich auch erst jetzt wieder was schreiben kann. Allerdings gibt es auch nicht soviel zu erzählen. Die Sprachschule macht echt Spaß…die 4h gehen rum wie nix. Nur das zeitige Aufstehen nervt etwas.

Gestern Abend hat sich auf der Wiese vor unserem Haus ne Runde Fußball mit nen paar irischen Jungs ergeben. War wirklich sehr witzig. Als ein wirklich beleibter Brite mit Glatze sagte: “My body is my temple” hab ich mich schon einigermaßen beeimert.

Jup, ansonsten gibt es nicht viel Neues zu erzählen. Die Pläne für das Wochenende sind noch nicht ganz ausgereift. Optionen gibt es recht viele, mal schauen wonach mir ist. In jedem Fall werde ich davon berichten.

So, das war es auch schon für den Moment.

Bis die Tage…

Oli


Tag 2

Moin,

heute nun also mein 2ter Tag in Irland…und siehe da: heut Mittag hat es aufgehört zu regnen und jetzt scheint sogar die Sonne. Der Wahnsinn! Hier sind mal ein paar Bilder von unserer Unterkunft:

unser “Hood”
unser Haus
Küche


Wohnzimmer
Bad
mein ZimmerCHEN


Nun noch etwas zu meinem Tag…nachdem es heute morgen noch arg regnete und ich mich schon auf einen Heimtag mit viel TV und Internet eingestellt hatte, wurde es dann gegen Mittag freundlicher und ich beschloss noch ein wenig die Gegend zu erkunden. So bin ich dann in die City, erstmal bei McDonalds was einwerfen (Quarterpounder!) und dann, durch diese Stärkung motiviert, einen mittelgroßen Spaziergang Richtung eines Stadtteils namens “Blackrock” zu machen (WoW-Spieler wissen, wieso).

Da das Ganze nen ordentlicher Gewaltmarsch war und ich keinen Bock hatte zurück zu laufen, bin ich kurzer Hand in nen Bus gesprungen, in der Hoffnung dass er mich zurück in die City bringt. Dem war dann auch so. Nun musste ich noch irgendwoher ne kleine Regenausrüstung bekommen, das hatte ich irgendwie im Vorfeld nicht so ernst genommen. Also ab gings in die Klamottenläden…nach 3 riesigen Stores musste ich mir die Frage stellen: “Wieso gibt es in einem Land, in dem es 300 Tage im Jahr regnet, keine Regenjacken.” Allerdings ist mir aufgefallen, dass Klamotten im Allgemeinen recht günstig sind.

Nach zahllosen weiteren Läden habe ich dann endlich in einer Seitenstraße nen Sportgeschäft gefunden, welches das Richtige für mich hatte. Ne wasserdichte Segler-Jacke für 20 Euro…nun kann mich nichts mehr aufhalten. Joa…und nun sitze ich hier bissl rum.

Ob es heut abend nochmal auf Tour geht, weiß ich noch nicht so recht. Ich würde mich ja gern mal auf ein paar Guiness in ein Pub setzen, aber ehrlich gesagt hab ich da ein wenig Angst, dort allein reinzugehen. Die Typen, welche da rauchend davor stehen (drin darf man nicht) sehen schon arg böse aus. Naja…mal schaun. Ich hab mir mal testweise nen 6pack “Bavaria Crown” gekauft (Dosenbier - 6St. für 7 Euro). Kann man trinken, auch wenns kein Hochgenuss ist.

So long…morgen gehts mit der Sprachschule auf nen kleinen Ausflug, da gibts abends auch sicher wieder was zu berichten.

In der Galerie finden sich auch ein paar Bilder von meinem Ausflug heute…

Greetings
Oli


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